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Granatapfel – lecker und gesund!

Der Granatapfel ist nicht ganz einfach zu essen, aber dafür enthält er viele gesunde Inhaltsstoffe, welche die Mühe absolut wert sind. Am einfachsten ist es jedoch, ihn als Saft zu genießen.

Die cholesterinfreie Frucht des Granatapfelbaumes enthält viel Kalium und sehr viele Polyphenole. In geringerer Konzentration Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Vitamine B1, B2, B6, C , E und Folsäure. Der Vitamin-C-Gehalt beträgt jedoch nur einen Bruchteil dessen, was Orangen beispielsweise mitbringen. Der Geschmack von Granatäpfeln ist angenehm süß-säuerlich, beinhaltet jedoch auch Bitterstoffe.

Positive Wirkweisen des Granatapfels

Der hohen Kaliumgehalt des Granatapfels liefert wichtige Nährstoffe für Muskeln, Herz und Nerven. Weshalb diese Frucht als unterstützend bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Entzündungsprozessen oder auch bei Prostatakrebs angesehen wird. Hierbei geht man davon aus, dass die Polyphenole (wirken als Antioxidantien) der Frucht das Wachstum von Krebszellen hemmen können. Denn schließlich liefert der Granatapfel 20 verschiedene Polyphenole, so viele wie kein anderes Lebensmittel. Außerdem sollen die Inhaltsstoffe des Granatapfels den Cholesterinspiegel senken und den Blutzuckerspiegel stabil halten sowie bei Verdauungsproblemen helfen. Ausreichend fundiert bewiesen sind diese Thesen jedoch bislang noch nicht. Obwohl bereits einige Studien in den USA zu entsprechend positiven Ergebnissen bei der Hemmung des Krebszellenwachstums gekommen sind, die jedoch derzeit noch fortgeführt werden.

Der Granatapfel wurde bereits in der Bibel erwähnt und spielt auch in der griechischen Mythologie eine Rolle – als Speise der Götter und steht neben Liebe auch für Fruchtbarkeit. Wobei man in der Neuzeit davon ausgeht, dass er durchaus positive Einflüsse auf die männliche Potenz und eine luststeigernde Wirkung auf Frauen hat. Beides beruht im wesentlichen auf seiner Eigenschaft die Blutgefäße sauber zu halten und damit den Blutfluss zu verbessern. Also das gleiche Prinzip weshalb er auch bei Herz- und Kreislaufproblemen empfohlen wird.

Was den Histamingehalt anbelangt, so ist Granatapfel während der Karenzphase nur bedingt verträglich, was die Dauerernährung bei Histaminintoleranz anbelangt, wird er jedoch als verträglich einstuft, da er in frischem (nicht in getrocknetem!) Zustand histaminarm ist. Fructose hingegen enthält er reichlich.

Granatapfel innen little
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Aussehen und Zubereitung

Am bekanntesten sind die roten Granatäpfel. Es gibt jedoch auch grün-gelbliche Sorten. Die apfelgroße Frucht hat einen Innendurchmesser von etwa 10 Zentimetern und ist in einzelne Kammern aufgeteilt, welche die eigentlichen kleinen roten Samenkörner enthalten. Nur diese und das sie umgebende Fruchtfleisch werden verzehrt.

Dabei sollte man jedoch unbedingt darauf achten, dass die weißen Samenhäutchen möglichst vollständig entfernt werden. Diese umhüllen die roten Samenkörnchen, schmecken jedoch bitter und sind sehr zäh.

  • Eine Möglichkeit ist, die Frucht mit einem Messer zu halbieren und anschließend die Kerne nebst Fruchtfleisch mit einem Teelöffel aus den Kammern zu lösen. Allerdings erfordert diese Methode einige Umsicht und verursacht einen nicht gerade kleinen Reinigungsaufwand in der Küche. Der beim Aufschneiden und Entkernen austretende Fruchtsaft ist lecker und sollte nach Möglichkeit aufgefangen werden. Allerdings verursacht er auch sehr hartnäckig zu entfernende Flecken auf der Kleidung.
  • Eine weitere – nicht so spritzergefährliche Methode an die Kerne nebst Fruchtfleisch zu kommen – funktioniert wie folgt:
    Den Granatapfel (wie beim Entsaften einer Zitrone) auf einem Brett mehrmals hin- und herrollen. Dabei die Frucht ruhig fest mit der Hand drücken und dadurch kneten, um die Kerne im Inneren aus „ihrer Verpackung“ zu lösen. Jetzt den Granatapfel wieder halbieren und die Hälfte über eine Schüssel halten. Mit einem harten Gegenstand (Fleischklopfer oder Kochlöffel) auf die Außenseite der Schale klopfen und die Kerne fallen fast von alleine nach unten in das untergestellte Gefäß.

Der Brennwert von 100 g Granatapfel beträgt cirka 74 kcal.

Verwendungsmöglichkeiten

  • einfach ganz pur:  als leckeres, wenn auch etwas schwierig zu essendes Obst
  • Granatapfelkerne passen – ähnlich wie Preiselbeeren – gut zu Wildgerichten
  • die Kerne sind auch eine leckere Dekoration zu Süßspeisen, wie Cremes, Pudding, Pfannkuchen oder Kuchen
  • Granatapfelsamen bilden auch eine fruchtige Ergänzung zu Salaten
  • Granatapfelsaft lässt sich entweder pur genießen oder als Basis für Cocktails oder Schorlen verwenden
    (auf zusätzlichen Zuckerzusatz und Aromastoffe achten)
  • Granatapfelsirup gibt es im Handel
  • Granatapfeldragees oder –kapseln werden ebenfalls angeboten
    (eine schonende Herstellung ist wichtig, um die bioaktiven Inhaltstoffe zu erhalten)

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