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Cranberries und ihre nützlichen Eigenschaften

Moosbeeren sind hierzulande unter dem englischen Begriff Cranberry bzw. Cranberries bekannt und gehören zur Gattung der Heidelbeeren.

Weitere mehr oder weniger gebräuchliche Bezeichnungen für Cranberries sind „Kranichbeere“ und „Kulturpreiselbeere“. Besonders treffend ist letzterer Name jedoch nicht, da Cranberries im Gegensatz zu den süßen Preiselbeeren im rohen Zustand eher säuerlich und herb bis leicht bitter schmecken. Getrocknete oder gekochte Cranberries hingegen schmecken von sich aus deutlich süßer, enthalten aber in fertig zubereiteter Form oftmals auch noch zusätzlichen Zucker oder andere Süßungsmittelzugaben.

Erntezeit ist von August/September bis Oktober/November, wobei die Moosbeeren größtenteils in Nordamerika und Kanada produziert werden. Es gibt aber auch osteuropäische Anbaugebiete.
Unterschieden wird dabei zwischen der so genannten Trocken- oder Nass-Erntemethode. Letztere ist schonender für die Beeren wie die Rechen, da Cranberries aufgrund ihrer 4 Luftkammern schwimmen können.

Darreichungsformen und Verwendung:

Die Früchte sind meist dunkelrot, es gibt aber auch dunklere Sorten – bis fast zu schwarz. Zu kaufen gibt es sie entweder als frische, meist aber als getrocknete Beerenfrüchte. So lassen sie sich gut in Kuchen, Torten und Gebäck oder auch in Käse verarbeiten. Sie sind aber auch beliebt, um sie über das morgendliche Müsli oder einen Salat zu geben. Sie passen auch gut als Zutat für Joghurt und Quark. In Amerika wird daraus eine Cranberry-Sauce gemacht, die klassischerweise zu jedem Truthahn gehört.

Man kann zudem Konfitüre oder Kompott aus diesen Früchten zubereiten. In Form von Saft kommen Cranberries sowohl in Erfrischungsgetränken oder Smoothies, wie auch in Cocktails vor. Ein Cranberry-Trockenextrakt findet sich in Kapseln, die im Handel erhältlich sind. Es gibt Cranberries aber auch in Tablettenform oder als Liquid.

Inhaltsstoffe von Cranberries:

Starke Antioxidantien (Proanthocyanidine), Flavonoide, Polyphenole, Bor, Zitronensäure, Eugenol, Pektin, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin C / A / K, Eisen, Kalium, Zink.

Naturbelassene Cranberries sind cholesterin- und fettfrei. Beim Kochen oder Backen verlieren die Moosbeeren natürlich an Vitamin C, da dieses wasserlöslich und zudem sehr hitzeempfindlich ist. Die enthaltenen Vitamine A und K wiederum gehören zu den fettlöslichen Vitaminen, wodurch hier eine Verwendung im Müsli (mit Milch) oder einem anderen Milchprodukt wie Joghurt eine gute Kombination sind.

Gesundheitsfördernde Wirkungen:

Hier einige Beispiele dafür, welche Wirkungen den Cranberries zugeschrieben werden:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Vorbeugung vor Harnwegsinfektionen
  • entzündungshemmende Wirkung durch vermehrt im Blut zu findende Salicylsäure (diese ist auch in Erkältungs- und Schmerzmittel enthalten)
  • unterstützend bei Gicht und Rheuma
  • antibakteriell (Schutz der Schleimhäute im Mund und Magen)
  • fiebersenkend
  • Hilfe bei Frühjahrsmüdigkeit
  • Vernichtung unerwünschter Darmviren
  • Senkung der Cholesterinwerte (Tierstudie)
  • Verbesserung der Elastizität von Blutgefäßen bei Arteriosklerose (Tierstudie)
  • Verlangsamung des Zellalterungsprozesses
  • Vorbeugung vorzeitiger Hautalterung
  • Reduzierung der Bildung von Zahnbelag und Stärkung des Zahnfleisches
  • Förderung der Wundheilung

Was die Wirkung von Cranberries bei Harnwegsinfektionen betrifft, kommen diverse Studien zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen.
Siehe hierzu und zu etlichen anderen Untersuchungen auch die Wikipedia-Cranberries-Seite oder beispielsweise auch gesund.co.at-Cranberries-Seite.

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