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Löwenzahn – mehr als nur hübsch anzusehen

Jeder von uns kennt den hübschen Anblick einer blühenden Wiese voller gelber Löwenzahnblüten. Und doch nutzen meist nur Insekten wie Bienen die Vorzüge dieser Pflanze für die Ernährung.

Neben dem vom Imker beziehungsweise seinen Bienen produzierten echten Löwenzahnhonig, gibt es auch noch die Möglichkeit Löwenzahnsirup (umgangssprachlich auch als Löwenzahnhonig bezeichnet) selbst herzustellen.
Wobei selbstgemachter Löwenzahnhonig ganz ohne Zutun von Bienen entsteht und keinen wirklichen Honig enthält. Dafür werden meist lediglich die Löwenzahnblüten zusammen mit Zucker, Zitrone, Zitronensäure und Wasser aufgekocht.

Sowohl die Blüte, als auch die Blätter und die Wurzel des Löwenzahns sind essbar.

Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe (vor allem Taraxin und Cholin), hoher Kaliumgehalt, Inulin.

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Foto: © Fotolia, Alexander Raths

Gesundheitsfördernde Wirkungen

Hier einige Beispiele dafür, welche Wirkungen dem Löwenzahn zugeschrieben werden:

  • leicht abführend
  • appetitanregend
  • blutbildend
  • unterstützend bei Diabetes (Tee oder Wurzelextrakt)
  • entgiftend
  • Verbesserung des Fettstoffwechsels
  • harntreibend
  • hilft bei Harnwegsinfekten und Reizblase
  • Verbesserung des Hautbildes (Pickel, chronische Hautleiden)
  • verdauungsfördernd
  • wirkt Völlegefühl und Blähungen entgegen
  • entzündungshemmend bei rheumatischen Erkrankungen
  • fördert die Gallen- und Leberfunktion
  • homöopathisch bei Lebererkrankungen
  • Hemmung des Größenwachstums und der Invasivität von Prostata- und Brustkrebszellen
  • Hausmittel gegen Warzen und Hühneraugen (Saft der Stängel)

Siehe hierzu beispielsweise auch den Wikipedia-Eintrag zu Löwenzahn.

Warnhinweise:

  • Bei Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege sollte kein Löwenzahn verzehrt werden.
  • Bei häufigem Kontakt mit dem weißen Milchsaft der Blätter und Stängel können Hautreizungen auftreten.

Zubereitungsformen von Löwenzahn

  • Kaffeeersatz (geröstete Wurzeln)
  • Löwenzahngelee (Blüten)
  • Löwenzahnhonig (von Bienen produziert)
  • grüner Löwenzahnsaft (Saft junger Blätter)
  • weißer Löwenzahnsaft (weiße Milch der Stängel)
  • Löwenzahnsalat (Blätter und Blüten)
  • Löwenzahnsirup (Blüten) (selbstgemachter „Löwenzahnhonig“)
  • Löwenzahntee (Blättern)
  • Löwenzahnwurzeltee (Wurzel, intensivere Wirkung als Blätter)
  • Löwenzahnwurzelextrakt
  • grüne Smoothies (Blätter)

Rezepte für die Zubereitung von Löwenzahnwurzel-Tee, Löwenzahn-Frischpflanzenpresssaft und Löwenzahnwurzelextrakt inklusive Dosierungsanweisungen.

Löwenzahn ernten und verarbeiten

Löwenzahn blüht in unseren Breiten am üppigsten im April bis Mai. Danach erscheinen bis zum Herbst nur noch vereinzelte Blüten.
Das Blattgrün des Löwenzahns ist ebenfalls im Frühjahr am häufigsten im Mai zu finden und wird später spärlicher. Ist aber in Form von kleineren Blättern ebenfalls bis in den Herbst sammelbar.

Wie auch beim Ernten von Brennnesseln sollte man hier unbedingt Handschuhe tragen.
Die im Frühjahr entstehenden Blüten des Löwenzahn’s verfärben die Finger ansonsten schon gerne mal gelb und die aus den Blättern und den Stängeln austretende Milch hinterlässt erst weiße und dann braune Flecken auf der Haut, die nur schwer wieder abgehen.

Wer Löwenzahn in freier Natur sammelt, sollte auch hier wieder unbedingt darauf achten, dass der Standort nicht zu nah an stark befahrenen Straßen oder auf gedüngten Wiesen liegt. Auch Wegesränder, die mit Hundekot verschmutzt sind, sollten natürlich gemieden werden.

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