Quelle: Foto obs/Margarine und pflanzliche Streichfette

Vegane Margarine - selbstgemacht

Dazu braucht es nur drei Zutaten. Mit Gemüse, Früchten, Kräutern oder Gewürzen lässt sich das Grundrezept auch noch vielfältig abwandeln.

Butter oder Margarine?

Die Meinung darüber, was gesünder ist, Butter oder Margarine, gibt es schon so lange, wie es beide Produkte auf dem Markt gibt.

So ist für die Einen entscheidend, dass Butter ein natürlich entstehendes Produkt und Margarine ein reines Industrieprodukt ist, dem Vitamine und Farbstoffe künstlich zugesetzt werden. Zudem ist das verwendete Pflanzenöl flüssig und muss gehärtet werden, damit das Endprodukt nicht zu flüssig ist. Dabei entstanden früher große Mengen der so genannten Transfettsäuren, die für einen höheren, schädlichen LDL-Spiegel des Blutes verantwortlich gemacht werden und den Stoffwechsel negativ beeinflussen. Neuere Produktionsverfahren ermöglichen jedoch inzwischen Margarine ohne Transfettsäuren herzustellen.

Für Andere spielt auch die deutlich niedrigere CO2-Bilanz von pflanzlichen gegenüber tierischen Produkten eine Rolle beim Einkauf, weshalb sie beim Einkauf der Umwelt zuliebe zu Margarine und nicht zu Butter greifen.

Tierische Fette (wie Butter) hingegen enthalten deutlich mehr Cholesterin (ca. 240 mg pro 100 Gramm) und viele gesättigte Fettsäuren. Diese Säuren erschweren es dem Körper das Fett abzubauen. Dies ist einer der Gründe, warum viele Verbraucher eher ungern zu Butter greifen, wobei es einen wichtigen Unterschied zwischen lang- oder kurzkettigen Fettsäuren gibt. Butter enthält meist kurzkettige Fettsäuren, die relativ gut verarbeitet werden können. Die gesättigten Fettsäuren sind übrigens auch der Grund, warum Butter in der Pfanne deutlich schneller verbrennt und nicht so hoch erhitzbar ist wie Margarine.
Daneben finden sich in Butter aber auch noch die Vitamine A, D, E und  K sowie der Mineralstoff Kalzium.

Für Veganer stellt sich die Frage nach Butter oder Margarine jedoch gar nicht, da Butter bekanntlich ein tierisches Produkt ist.
Außerdem ist für den Verbraucher normalerweise nicht erkennbar, ob kurz- oder langkettige Fettsäuren in einem Produkt stecken.

Wer genau wissen möchte, was in seinem Brotaufstrich drinsteckt, für den könnte dies eine Alternative sein:

Selbstgemachte, vegane Margarine

Glaubt man der Food-Bloggerin Nadine aus Heidelberg ist es ganz einfach, vegane Margarine selbst herzustellen. Auf ihrer Webseite finden sich gleich 5 leckere Rezepte für selbstgemachte vegane Margarine, bei der man ganz genau weiß, was drin steckt.

Alle fünf Rezepte basieren auf folgendem Grundrezept:

  • 50 g Kakaobutter
  • 150 g Rapsöl
  • eine Prise Fleur de Sel  (Meersalz)

Damit lässt sich eine Menge von etwa 200 Gramm veganer Margarine produzieren, welche die Bloggerin im Rahmen der Marketing of Margarine Campaign von Unilever auch gleich noch in verschiedenen, sehr interessanten Geschmacksvariationen ausprobiert hat.

Diese eignen sich auch sehr gut als Brotaufstrich und passen damit nicht nur gut zum Abendbrot an heißen Tagen, sondern natürlich auch als Beilage zur Grillsaison:

  • Vegane Margarine mit Tomaten und Basilikum
  • Vegane Margarine mit Trüffelöl und Pinienkernen
  • Vegane Margarine mit Zitrone und Thymian
  • Vegane Margarine mit Datteln, Frühlingszwiebeln und Chili

Alle Rezepte inklusive Bildmaterial finden sich auf der oben verlinkten Webseite.

Bezugsmöglichkeiten der Grundzutaten:

Kakaobutter

Kakaobutter bekommt man im Reformhaus vor Ort, z.B. von Rapunzel oder Alnatura oder auch in diversen Onlineshops, z.B. BaccaraRose oder Reformhaus-Shop.

Raffiniertes (heißgepresstes) oder kaltgepresstes Rapsöl?

Kaltgepresstes Rapsöl enthält deutlich mehr Vitamine und Karotinoide sowie wichtige Fettbegleitstoffe, welche die Entstehung von schädlichen Fettabbaustoffen verhindern. Diese hemmen die Oxidation der gesunden ungesättigten Fettsäuren. Weshalb dieses dem raffinierten Rapsöl vorzuziehen ist.
Wertvoll für die Ernährung sind die vielen ungesättigten Fettsäuren und das Vitamin E des Rapsöls. Zudem besitzt es kaum Cholesterin.
Zu finden ist es in Supermärkten oder in Reformhäusern.

Salz

Fleur de Sel bekommt man in jedem gut sortierten Supermarkt.

Wie immer bei Selbstgemachtem hängt der Geschmack entscheidend von der Qualität der verwendeten Grundzutaten ab. Deshalb rentiert es sich auch hier, etwas mehr Geld für hochwertiges Öl und Salz auszugeben.

Haltbarkeit

Für den Nachteil der deutlich geringeren Haltbarkeit von selbstgemachter Margarine (cirka 3 Tage im Kühlschrank) hat Nadine ebenfalls eine praktische Lösung gefunden:
Einfach kleine Portionen einfrieren und bei Bedarf kurz auftauen.

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