Quelle: PVS Holding GmbH, Mülheim

Allergiepass – für wen sinnvoll und wie bekommt man ihn?

Einen einheitlichen Vordruck für einen Allergiepass gibt es leider nicht. Im Netz finden sich verschiedenste Versionen von Ärzteverbänden, Arzneimittelherstellern und Firmen aus dem Medizin- oder Printbereich, die nicht alle kostenlos sind. Es gibt ihn aber auch als App.

Zweck eines Allergiepasses

Gedacht ist dieser Ausweis zur Information des Arztes, Zahnarztes, Notarztes, Krankenhauses oder Apothekers, um diesen einen sofortigen Hinweis auf Unverträglichkeiten zu geben und damit eine richtige Behandlung oder Abgabe von verträglichen Arzneimitteln zu gewährleisten. Weshalb der Allergiepass auch stets mit sich getragen werden sollte.

Ursprünglich nicht gedacht ist dieser Ausweis für Restaurant-/Hotelbesuche oder dergleichen. Weshalb der Allergologe oder Arzt hier in der Regel auch keine Einträge wegen unbedrohlicher Reaktionen auf Hausstaubmilben, Pollen oder gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln (wie z.B. Weizen oder Nüssen) eintragen wird.

Richtiger oder falscher Allergiepass?

Sofern Ihr Arzt nicht schon einen Vordruck bereithält, sollten Sie sich für den Allergieausweis entscheiden, der Ihnen genug Platz bietet, um die wichtigsten Allergien für den Notfall eintragen lassen zu können. Die einzelnen Vordrucke unterscheiden sich eigentlich nur durch ihre Farbgebung und den verfügbaren Platz, weshalb es auch keinen falschen Allergiepass gibt.

Einträge im Allergiepass

Diese sollten nach Wichtigkeit erfolgen. Sprich lebensbedrohliche Reaktionen (wie beispielsweise eine Allergie gegen bestimmte Insektengifte oder Medikamente) werden demnach vom Arzt an oberster Stelle eingetragen. Gegebenenfalls ergänzt um die Art der Allergie, wobei man zwischen Soforttyp-Allergie und einer Reaktion, die erst nach einigen Stunden auftritt, unterscheidet. Nötigenfalls kann hier auch ein Hinweis darauf erfolgen, ob die Reaktion lebensbedrohlich war.

Anschließend werden in der Regel Kontaktallergien angegeben (z.B. gegen Metalle, Duft- oder Konservierungsstoffe). Dazu ist das Aufführen der Auslöser notwendig, damit sichergestellt ist, das beispielsweise die vom Arzt oder Apotheker verschriebenen beziehungsweise ausgehändigten Cremes oder Salben frei von den unverträglichen Stoffen sind.

Wo bekommt man einen Allergiepass?

Normalerweise wird ihn der Arzt oder Allergologe ausstellen. Es besteht aber auch die Möglichkeit des Downloads oder der Bestellung im Internet. Wie beispielsweise bei der Firma PVS, bei der ein kostenloses Exemplar online angefordert werden kann.

Wer ihn mit auf Reisen nehmen möchte, für den gibt es den Allergiepass beispielsweise bei der Firma Medilang auch in verschiedenen Sprachen (Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italien­isch, Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch). Wobei der Preis davon abhängig ist, in wie vielen Sprachen man den Allergiepass braucht (zuletzt 4,95 bis 9,95 Euro/Stück).

Eine kostenlose und virtuelle App-Lösung, bei der auch zusätzliche Infos wie eine Hausstaub- oder Birkenpollen-Allergien selbst eingetragen werden können, bietet unter anderem die Firma Sanofi mit dem MyMedico Allergiepass für das Smartphone an. So hat man auch im Restaurant immer eine Liste mit den Stoffen bei sich, die man nicht verträgt, wie beispielsweise Chilipulver oder Sellerie in bestimmten Gerichten und kann den Kellner oder Koch diesbezüglich ansprechen.

Einen speziellen Allergiepass-Editor für den Arzt-PC bietet die Uni Erlangen an.

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Anhänge

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  • bärbel greiner

    Brauche ein allergiepass ich habe gegen viele medikamente allergien

  • Alexander Wolff (foodnav)

    Hallo Frau Greiner,
    wir verschicken selber keine Allergiepässe. EInen Allergiepass bekommen Sie bei Ihrem behandelnden Arzt oder bei den unten im Artikel ("Wo bekommt man einen Allergiepass?") genannten und verlinkten Bezugsstellen.

    Viele Grüße,
    Alexander Wolff

  • Marita Winkel

    Ich bin allergisch gegen Diclophenac und Ibuprofen

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