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Pflaumen und Zwetschgen

Sommer und Herbst ist die traditionelle Pflaumenzeit. Wobei Zwetschgen eine Unterart der Pflaumen sind. Frühe Sorten können schon ab Juli geerntet werden.

Pflaumen sind etwas größer als Zwetschgen und runder – bis hin zu einer leicht eiförmigen Ausgestaltung. Ebenfalls deutlich unterscheidet sich der Einschnitt in der Frucht, der bei Pflaumen sehr viel deutlicher sichtbar ist . Es gibt sie in rot, blau. lila – bis hin zu einer fast schwarzen Farbe. Gelbe Sorten sind eher selten im Handel zu finden.

Pflaumen 2 little
Pflaumen (Foto: Morguefile.com)

Zwetschgen fallen in der Regel etwas kleiner aus und vor allem weniger rund, sondern eher länglich in der Form, wobei die Enden der Frucht spitzer zulaufen. Die Farbe ist sehr dunkelblau mit einem violetten bis schwarzen Unterton. Der Einschnitt in der Frucht ist deutlich weniger tief und bei einigen Sorten fast gar nicht mehr sichtbar.

Zwetschgen 2 little
Zwetschgen (Foto: Morguefile.com)

Geschmacksunterschiede Pflaumen / Zwetschgen

Pflaumen schmecken süß und haben einen höheren Saftanteil mit dadurch weicherem Fruchtfleisch. Allerdings lassen sie sich auch schlechter vom Kern trennen.

Zwetschgen schmecken süß-säuerlich und haben deutlich festeres Fruchtfleisch, das auch nicht soviel Flüssigkeit enthält. Dafür lassen sich Zwetschgen besser vom Kern befreien.

Auswahl der richtigen Früchte

  • Sehr hartes Steinobst ist noch unreif, schmeckt sehr säuerlich und lässt sich kaum vom Kern trennen.
  • Reifes, aber noch nicht weiches Obst liefert die besten Früchte. Diese sind aromatisch und süß und lassen sich relativ einfach entkernen.
  • Überreife, weiche Pflaumen oder Zwetschgen sind zwar sehr süß, schmecken aber auch Würmern sehr gut.
    Außerdem ist es schwierig diese noch in zwei Hälften zu teilen, da dies ohne Druck nicht möglich ist, was dann ein „matschiges“ Ergebnis produziert.
  • Am saubersten lassen sich die Früchte übrigens vom Stein trennen, wenn man sie entlang des Einschnitts (bzw. der Furche) einschneidet.

Verwendungsmöglichkeiten

  • Der geringere Saftanteil, die bessere Entsteinbarkeit von Zwetschgen und auch ihre größere Geschmacksvielfalt sprechen dafür, diese für einen Kuchen zu verwenden. Er weicht nicht so schnell durch und sieht hübscher aus durch die bessere Trennung der Fruchtfleischhälften.
    Ein Rezept für einen weizenfreien und glutenfreien Zwetschgen-Käsekuchen, der auch Nicht-Allergikern lecker schmeckt, haben wir ebenfalls für Euch ausprobiert.
  • Natürlich lassen sich auch Pflaumen zu Gebäck verarbeiten, finden jedoch traditionsgemäß eher Verwendung als Pflaumenmus, Pflaumenkompott oder Pflaumenkonfitüre. Hier geht es zum Rezept für ein Holunder-Zwetschgen-Kompott.
  • Zwetschgenwasser ist ein bei uns recht bekannter Obstbrand. Im asiatischen Raum dienen Pflaumen zur Herstellung von Pflaumenwein und Saucen.

Trockenpflaumen

Durch das Trocknen der Früchte wird diesen Flüssigkeit entzogen und die wertvollen Inhaltsstoffe liegen in konzentrierter Form vor. So beinhalten getrocknete Pflaumen viele wertvolle Ballaststoffe und Vitamine: Provitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E sowie Vitamin B6 und Vitamin B12. Außerdem kommen noch Pektin, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer und Zink in ihnen vor.

Als Hausmittel bei Verstopfung und einer trägen Darmtätigkeit finden Trockenpflaumen oftmals ihren Weg bereits in das morgendliche Müsli oder sie werden als gesunder Snack zwischendurch gegessen, da sie den Heißhunger auf Süßes bremsen.

  • Zudem wird ihrem hohen Ballaststoffgehalt eine Senkung des Cholesterinspiegels zugeschrieben. Pflaumen selbst sind cholesterinfrei.
  • Ebenso wie eine Schutzfunktion für Blutgefäße und Herz, die auf den bioaktiven Pflanzenstoffen (Anthocyane) beruht, die für die Blaufärbung der Pflaumen verantwortlich zeichnet.
  • Den verschiedenen Vitaminen aus der B-Gruppe wird eine positive Wirkung auf das Nervensystem unterstellt.
  • Krebsprophylaxe durch Aufnahme von Abfall- und Giftstoffen im Darm und deren anschließender Ausscheidung.
  • Harntreibende und abführende Wirkung.
  • Positive Wirkung bei Gicht- und Leberleiden.

Allergenhinweise:

  • Trockenobst wird oftmals geschwefelt angeboten. Dies kann bei einer entsprechenden Disposition Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen.
  • Pflaumen haben einen hohen Fruchtzuckergehalt, weshalb sie sich nicht für Personen eignen, die unter einer Fructoseintoleranz leiden.
  • Auch bei einer Histaminintoleranz sollte man auf Pflaumen und Zwetschgen verzichten, da diese biogene Amine enthalten, die zu einer verstärkten Ausschüttung von Histamin im Körper führen. Auf diese Weise kann auch Nahrung, die kein Histamin - dafür aber andere biogene Amine enthält - Beschwerden hervorrufen. In der Trockenobstvariante stecken auch hier besonders viele (in diesem Falle unverträgliche) Inhaltsstoffe.
  • Kein Wasser nach dem Verzehr von Steinobst zu trinken, hält die Wissenschaft zwischenzeitlich für einen Mythos. Denn zum Einen ist unser Trinkwasser im Gegensatz zum Brunnenwasser von früher nicht mehr bakterienbelastet und zum Anderen kommt ein gesunder Magen und Darm - auch bei durch Wasser verdünnter Magensäure - normalerweise problemlos mit den oftmals auf der Schale der Früchte sitzenden Hefepilzen zu recht.

Brennwerte:

100 g frische Pflaumen (und Zwetschgen) enthalten cirka 47 kcal.
100 g Trockenpflaumen enthalten etwa 225 kcal.

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